Bestrahlung beseitigt Fersensporn häufig

Ein Zehntel der Bevölkerung leidet an einem Fersensporn. Dabei handelt es sich um eine Verknöcherung von Sehnen am Übergang zum Fersenbein, häufig nach Überbeanspruchung oder bei Übergewicht.

Symptome sind Schmerzen in Ruhe und/oder Belastung, Anlaufschmerzen oder Druckempfindlichkeit der Fußsohle. Primäre Therapien sind Entlastung, orthopädische Einlagen, nichtsteroidale Medikamente, Kortisoninjektionen oder die Stoßwellentherapie.

In einigen Fällen ist bei fehlendem Ansprechen der konservativen Therapie eine Operation notwendig. Als gut wirksame Alternative bei Versagen der konservativen Maßnahmen ist eine Bestrahlungstherapie indiziert, die eine Erfolgsrate von 60 bis 80 Prozent zeigt. Behandelt wird die betroffene Fersenregion in sechs Sitzungen mit je 20 bis 40 Sekunden Dauer jeden zweiten Tag. Die Behandlung ist völlig schmerzfrei.

Wie bei jeder Röntgenaufnahme, besteht auch bei dieser sehr niedrig dosierten Bestrahlung das theoretische Risiko einer malignen Entartung. In der Literatur der letzten 30 Jahre ist bisher jedoch nicht ein einziger Fall einer malignen Entartung beschrieben worden.

Foto: Fotolia

Von: Dr. Wibke Pohl









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