Computerspiele-Konsolen so effektiv wie echter Sport?

Neue Studie ergibt: Ausgiebiges virtuelles Boxen ähnelt einem richtigen Training.

Am Institut für Sportmedizin der Universitätsklinik Münster wurden die Auswirkungen des virtuellen Sports mit so genannten Wii-Konsolen auf verschiedene Leistungsparameter untersucht. Die Studienteilnehmer trugen Zweierwettkämpfe im Tennis, im Boxen oder Vierkampf über jeweils dreimal 15 Minuten aus.

 

Dabei wurden Laktat, Herzschlag, aktive Bewegungszeit, Bewegungsamplitude und -frequenz untersucht. Als Ergebnis steht fest, dass lediglich das virtuelle Boxen, vor allem bei großem Bewegungsradius und häufigen Schlägen, zu einer trainingsphysiologischen und damit leistungssteigernden Belastung geführt hat.

 

Das bedeutet, dass diese Computer-Sportkonsolenspiele gerade für junge Menschen zwar einen sehr hohen sozialen Effekt aufweisen und hier auch Kinder, Jugendliche und sogar Erwachsene angehalten werden, sich zu bewegen. Die Wii-Konsolenspiele sind also nicht vergleichbar mit dem stupiden Sitzen vor einem gewöhnlichen Computerspiel, das oft auch noch erhebliche Gewaltinhalte aufweist.

Kinder und Jugendliche sollten deshalb lieber virtuelle Sportwettkämpfe vor dem Bildschirm austragen als bei Kriegs- und Gewaltspielen aufs Knöpfchen drücken. So verhindern Eltern auch Realitätsverlust und Nachahmungszwänge.

Foto: Fotolia

Von: Dr. Ludwig Hecht









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