Neue Heilungschancen für Menschen mit diabetischem Fuß

In Deutschland werden zirka 70 Prozent aller Amputationen bei Diabetikern durchgeführt. Rund 28 000 Füße sind jährlich davon betroffen.

Der Grund: Die mangelnde oder schlechte Sauerstoffversorgung in diesen Füßen lassen oft selbst kleinste Wunden nicht mehr heilen, der Fuß stirbt sozusagen ab.

 Im Oktober 2008 hat nun das Bundesgesundheitsministerium nach positiver Bewertung durch den gemeinsamen Bundesausschuss grünes Licht für die stationäre Behandlung des fortgeschrittenen Diabetischen Fuß-Syndroms durch die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) gegeben. Somit können Patienten in den Genuss einer in den USA schon längst anerkannten Zusatztherapie kommen, die chronischen und schlecht heilenden Wunden in schwereren Fällen neue Heilungschancen eröffnet.

Bei der HBO wird unter Überdruckbedingungen in der Therapie-Druckkammer reiner Sauerstoff geatmet. In dieser Situation löst sich der Sauerstoff im Körper um ein Vielfaches, das heißt bis zum 20-fachen des Normalwerts. Der hohe Sauerstoffpartialdruck führt zur Regeneration von Gewebe und Kapillaren. Diese Behandlung sollte immer in guter Kooperation mit Diabetologen und Chirurgen durchgeführt werden, um die beste Versorgung zu gewährleisten und um letztendlich eine Amputation zu vermeiden.

Außerdem werden Bestrahlungsschäden, akuter Tinnitus/Hörsturz und vieles mehr  in der Druckkammer behandelt.

Nähere Informationen erhalten Sie unter:  www.hbo-regensburg.de oder Tel.: (0941) 46 61 40

Das Foto zeigt eine Druckkammer.

 

Von: Frank Zirngibl, Institut für Überdruck-Medizin









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