Skifahren: Frauenknie sind empfindlicher

Beim Skifahren sind weibliche Knie besonders gefährdet, eine Bandverletzung zu erleiden. Neben dem Trainingszustand und dem Alter der Sportlerin stellen auch das Wetter und die aktuelle ovariale Phase (monatlicher menstrueller Zyklus) wichtige Risikofaktoren dar.

 

So haben Wissenschaftler vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck festgestellt, dass vor dem Eisprung die Verletzungshäufigkeit zwei- bis dreimal so hoch ist wie in der zweiten Zyklushälfte. Die Einnahme der Antibabypille dagegen bringt im Gegensatz zu anderen Sportarten beim Skilauf keine niedrigere Verletzungsrate.

 

Als logische Schlussfolgerung folgt daraus, dass Frauen ihre Bindung nicht so stramm einstellen sollten. So hat man in Frankreich bereits die Isonorm geändert: Die Einstellung der Frauenbindung wurde um 15 Prozent reduziert. Daraufhin sanken vordere Kreuzbandverletzungen um ein Drittel.

 

Das Wichtigste bei der Vermeidung von Skiverletzungen bei Männern und Frauen ist jedoch ein entsprechendes Vorbereitungstraining für einen intensiven Muskelaufbau, besonders bei den vier Muskeln, die das Kniegelenk stabilisieren (Quadriceps). Leicht drehende Carvingski belasten das Knie weniger und provozieren weniger Verletzungen als das Snowboarden.

Von: Dr. Ludwig Hecht









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