Lasertherapie - die sanfte Alternative bei Krampfadern

Unschöne Besenreiser, Krampfadern, geschwollene Beine - das sind Anzeichen für eine Erkrankung der Venen. Neben der Strippingoperation gibt es jetzt ein neues Behandlungsverfahren mit dem Laser.

Das Laserverfahren kommt ohne Schnitte aus, hinterlässt keine Narben und ist deutlich gewebeschonender. Dadurch verkürzt sich die postoperative Erholungsphase erheblich und Sie können schon bald Ihren Alltagstätigkeiten wieder nachgehen.

Die Behandlung selbst dauert weniger als eine Stunde und wird in der Regel unter Narkose durchgeführt. Ein dünner Lichtleiter wird in die erkrankte Vene eingeführt und der defekte Abschnitt mit kurzen Laserimpulsen behandelt. Dadurch verschließt sich die Vene - sie muss nicht mehr entfernt werden.

Nach der Behandlung wird ein Kompressionsverband für 24 Stunden angelegt, danach sollten Sie noch für ein bis zwei Wochen einen Kompressionsstrumpf tragen.

Ablauf eines Lasereingriffs:


Zunächst wird die erkrankte Vene unter Ultraschallkontrolle auf der Haut angezeichnet. In die Vene wird eine Kanüle eingeführt. Durch diese wird nun ein dünner Plastikschlauch in das Gefäß eingeführt.

Die Laserfaser wird dann durch diese Schleuse bis zur Leiste (bzw. Kniekehle) vorgeschoben. In der Einmündungsstelle (Crosse) der Vene wird die Laserfaserspitze ultraschallgesteuert positioniert. Aktivieren der Laserkonsole (810 nm Diodenlaser). Abschluss der Behandlung durch Anwickeln eines Kompressionsverbandes.

Häufig gestellte Fragen zur Laservenenbehandlung:

Wie erfolgt die Diagnose?
Die Voruntersuchung erfolgt mit dem völlig schmerz- und risikolosen Ultraschall. Die defekten Venenabschnitte, in denen die Venenklappen funktionslos geworden sind, werden genau festgestellt und der Verlauf der Krampfader beurteilt.

Wie funktioniert die Behandlung?
Der defekte Venenabschnitt wird punktiert und ein dünner Laserlichtleiter in die Vene eingebracht. Dieser wird unter Ultraschallkontrolle bis zur Einmündungsstelle vorgeschoben. Beim Zurückziehen des Lichtleiters wird die Laserenergie in kurzen Impulsen abgegeben.

Was bewirkt der 810 nm Diodenlaser?
Die Laserenergie bewirkt durch eine Erhitzung des Blutes eine Schädigung der Veneninnenwand und löst so einen Schrumpfungsprozess mit letztendlichem Verschluss der Vene aus.

Gibt es Risiken bei diesem Verfahren?
Durch die spezielle Wellenlänge des Lasers ist gewährleistet, dass keine Hitzeschädigung des umgebenden Gewebes eintreten kann. Klinische Studien belegen, dass nur minimale Komplikationen auftreten können wie zum Beispiel ein leichter ziehender Schmerz im Venenverlauf oder ein lokal begrenztes Taubheitsgefühl für kurze Zeit.

... und wenn schon einmal voroperiert wurde?
Bei der so genannten Rezidiv-Varicosis (wiederaufgetretene Krampfadern) können tatsächlich so ungünstige Venenverläufe entstehen, dass eine Laserbehandlung schwierig oder nicht vollständig anwendbar sein kann. Eine Kombination des Verfahrens mit anderen Techniken wie der Miniphlebektomie ist jedoch problemlos möglich.

Von: Dr. Beate Withöft









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