Radiofrequenzverfahren lässt Krampfadern verschwinden

Neben dem klassischen Venenstripping und der Laserbehandlung  hat sich in den letzten Jahren das Radiofrequenzverfahren zur Behandlung von Krampfadern etabliert. Im Gegensatz zum herkömmlichen Entfernen der Vene über Schnitte (Stripping) verbleibt mit der sogenannten VNUS-Closure-fast-Methode die erkrankte Vene im Bein und wird dauerhaft verschlossen. Die sichtbaren Krampfadern verschwinden.

Analog zur Laserbehandlung punktiert der Arzt die zu behandelnde Vene in örtlicher Betäubung mit einer Kanüle am Unterschenkel und schiebt über diese Punktionskanüle völlig schmerzfrei den Radiofrequenzkatheter in die Vene. Unter Ultraschallkontrolle wird die korrekte Lage des Katheters kontrolliert und dann um die Venen eine spezielle Flüssigkeit mit Betäubungsmittel (sogenannte Tumeszenz) appliziert.

Danach wird der Katheter binnen Sekunden auf 120 Grad (Energie im Bereich der Radiofrequenz) erwärmt, wodurch sich die erkrankte Vene sofort verschließt und im Laufe der Zeit vom Körper abgebaut wird. Zusätzliche kleinere Seitenäste der Vene werden mit Schaum verödet, so dass der Eingriff ohne Schnitte und somit narbenfrei erfolgt. In der Regel wird dieses Verfahren in örtlicher Betäubung, auf Wunsch auch in Kurznarkose, durchgeführt.

Danach wird ein Verband am Bein angelegt, der am folgenden Tag entfernt wird. Das Tragen eines Kompressionstrumpfes ist dann meist nicht mehr notwendig. Sport und Duschen sind schon am ersten Tag nach der Operation erlaubt.

Prinzipiell kann das Radiofrequenzverfahren bei den meisten Patienten mit Krampfadern angewandt werden. Zuvor muss jedoch ein Venenspezialist eine Ultraschalluntersuchung durchführen, um für jeden Patienten das geeignete Verfahren auszuwählen.

www.venenaerzte.de

Von: Dr. Guido Lengfellner









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