Die Pille vom Hausarzt, oder lieber vom Frauenarzt?

Erfüllte Sexualität gehört für viele von uns zum Glücklichsein. Sie bereichert unser Leben und ist als zentraler Bestandteil der Entwicklung und Identität ein wichtiges Ausdrucksmittel unserer individuellen Lebensweise. Sexualität ist auf kein bestimmtes Lebensalter begrenzt, sondern eine Lebensenergie, die uns von Geburt an bis zum Tod begleitet und nach Ausdruck sucht. Sie ist sicherlich nicht das Wichtigste in unserem Leben, aber ein wesentlicher Kernbereich unserer Persönlichkeit.

Die ersten Schritte für ein Mädchen in Richtung Frau sind jedoch meist von Unsicherheit begleitet. Nicht weniger unsicher fühlen sich viele Eltern, die oft nur vermuten können, dass ihr Kind möglicherweise erste sexuelle Erfahrungen macht.  Ein offener Umgang mit diesem Thema ist wichtig. Allerdings kommt es nicht selten vor, dass Fragen von beiden Seiten als »peinlich« oder »unangenehm« vermieden werden, so auch die Überlegung der Verhütung.

An dieser Stelle kann einfühlsam und fachkundig  der Arzt oder die Ärztin des Vertrauens Hilfestellung leisten.

Frau Dr. med. Görse, Fachärztin für Gynäkologie, unterstützt ihre Patientinnen nicht nur bei der Suche nach geeigneten Verhütungsmethoden  sondern erklärt  auch die Anatomie, damit die komplexen Vorgänge des eigenen Körpers leichter zu durchschauen sind. Auch die Notfallverhütung gehört auf jeden Fall in die Hände eines erfahrenen Arztes bzw. einer Ärztin »vom Fach«, da hier ein verschreibungspflichtiges Hormon bzw. eine Spirale zum Einsatz kommen.
»Eine gute Vertrauensbasis ist wichtig für ein offenes Gespräch«, so die Ärztin. Auch eine regelmäßige gynäkologische Untersuchung 2-mal jährlich sowie die Krebsvorsorgeuntersuchung sind anzuraten, um Fehlbildungen oder Krankheiten rechtzeitig zu erkennen. 

Frauen die bereits jahrelang die Pille eingenommen haben und bislang keine Nebenwirkungen verspüren, können plötzlich an Scheidentrockenheit leiden, dies liegt an dem sinkenden Östrogenspiegel, auch hier kann die Gynäkologin helfen. »Spätestens bei diesen Symptomen sollte ein Facharzt einbezogen werden«, überlegt Dr. Görse.

Herr Fischer, Facharzt für Innere Medizin, Burgweinting, führt hierzu aus: »Als gut informierter Mediziner kann ich meine Patientinnen  über das Für und Wider der Pille kompetent beraten. Man muss bestimmte Regeln einhalten und sich nach den medizinischen Leitlinien richten. Eine wichtige Rolle kommt der Weiterbildung zu und der  praktischen Erfahrungen einer Hausarztpraxis.«

Natürlich gibt Herr Fischer seinen Patientinnen auch den Hinweis die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig einzuhalten. Durch die jahrelange Behandlung seiner Patienten ist ein natürliches Vertrauensverhältnis gewachsen und  die Familienanamnese, Vorerkrankungen und Veranlagungen sind ihm bekannt, was ein bedeutender Vorteil ist. Er kennt die chronischen Krankheiten seiner Patienten, weiß, welche Medikamente eingenommen werden müssen und deren Kontraindikationen und kann somit die »richtige« Pille verschreiben.
Doch wie man sich auch entscheidet: zum Facharzt, Internisten oder Allgemeinmediziner, der Arzt Ihres Vertrauens sollte es sein, verantwortungsbewusst, kompetent, gesprächsbereit, offen – aber nicht offensiv!

 

 

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