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Offiziellen Schätzungen zufolge leiden in der Bundesrepublik Deutschland circa 4 Millionen Menschen an Diabetes. Für Regensburg belaufen sich die Schätzungen auf ca. 7000 Diabetiker.
Darüber hinaus geht man davon aus, dass in etwa dieselbe Anzahl Personen an Diabetes erkrankt ist, dies aber gar nicht weiß. Gering erhöhte Blutzuckerwerte verursachen häufig keine Symptome, können aber trotzdem zu allen gefürchteten Komplikationen an Herz, Augen, Nieren, Füßen, Blutgefäßen und Nerven führen. Daher ist es gerade für die Personen, die noch nichts von ihrer Krankheit wissen, besonders wichtig, dass die Diagnose Diabetes so früh wie möglich gestellt wird.
Eine erhöhte Gefahr, an Diabetes mellitus zu erkranken, haben all die Menschen, die ein erhöhtes Körpergewicht haben, insbesondere diejenigen mit einem sogenannten „body-mass-index“ von mehr als 30 kg/m2 (zum Beispiel: Größe 1,70 m, Gewicht > 90 kg). Diese Personen sollten einen sogenannten Glukose-Belastungstest durchführen lassen, mit Hilfe dessen Diabetes diagnostiziert oder ausgeschlossen werden kann.
Ebenfalls testen lassen sollten sich Personen mit hohem Blutdruck oder hohen Cholesterinwerten sowie Personen, in deren Verwandtschaft bereits Diabetes bekannt ist. Ansprechpartner für den Test ist der Hausarzt, der diesen unter Standardbedingungen durchführt.
Da in der Regel ein erhöhtes Körpergewicht die Ursache des Diabetes ist, steht an erster Stelle der Therapie eine fett-und kalorienreduzierte Ernährung, über die der Diabetiker im Rahmen eines Informations- und Schulungsprogrammes genauestens unterichtet wird. Reicht die Ernährungsumstellung allein nicht aus, so stehen verschiedene medikamentöse Therapien zur Verfügung, um die Blutzuckerwerte möglichst in den Normbereich zu senken und so das Auftreten von Folgeschäden zu verhindern.
Von: Dr. J. Nusser
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