|
Mit der jüngsten Preissenkung auf dem Gebiet der autologen Chondrozytentransplantation kann die Verbreitung der bisher erfolgversprechendsten Arthrosebehandlung in geeigneten Fällen einen großen Schritt voran kommen.
Für größere Knorpeldefektzonen unserer Gelenke nach Unfällen oder in den frühen bis mäßig fortgeschrittenen Stadien der Gelenkarthrose (Verschleißerscheinung) gibt es bisher nur wenige erfolgversprechende Behandlungsansätze. Einer der hoffnungsvollsten ist die Entnahme körpereigener Knorpelzellen im Rahmen einer Gelenkspiegelungsoperation, deren Züchtung im Labor und dann die Wieder-Einpflanzung auf operativem Wege in den Defekt. Es bildet sich in den Folgemonaten neues Gewebe, das dem natürlichen hyalinen Gelenkknorpel in Zusammensetzung und Härte und Widerstandsfähigkeit sehr nahe kommt. Die Langzeitstudien über Jahrzehnte sind noch nicht abgeschlossen, weswegen die Krankenkassen die Kostenübernahme nur im Einzelfall entscheiden. In den letzten Wochen sind nun überraschend von einer US-Firma die Preise für die Zellzüchtung von bisher etwa 6000 Euro auf 2300 Euro gesenkt worden. Zudem wird wahlweise eine beimpfte Membran geliefert, die die bisherige Knochenhautentnahme erübrigt und den Eingriff verkleinert. Damit gewinnt der Eingriff weiter an Gewicht, zumal in Zukunft noch mehr Krankenkassen zur Kostenübernahme bereit sein dürften. Bei Beratungswunsch kann Ihnen Ihr Hausarzt, Orthopäde oder die orthopädische Gemeinschaftspraxis/Praxisklinik im Gewerbepark weiter helfen.
Von: Dr. med. Gerhard Ascher
|