Sterilisation des Mannes: unkompliziert und zuverlässig

Die Sterilisation beim Mann nach abgeschlossener Familienplanung stellt eine gut durchführbare Methode dar, die Zeugungsunfähigkeit hervorruft.

Nach der sogenannten Vasoresektion (Unterbrechung der Samenleiter, die die Spermien von den Nebenhoden in die Prostata transportieren) kann auf Maßnahmen zur Empfängnisverhütung verzichtet werden. Wichtig sind aber nach dem Eingriff  mindestens zwei mikroskopische Kontrollen der Samenflüssigkeit, da in seltenen Fällen die Samenleiter spontan wieder zusammenwachsen können oder sehr selten drei Samenleiter vorhanden sein können.

Die Operation kann ambulant in örtlicher Betäubung oder in Narkose durchgeführt werden. Die Komplikationsrate des Eingriffes ist gering, es besteht  keine Auswirkung auf die Potenz, die hormonelle Situation beim Mann bleibt unverändert.

Bei erneutem Kinderwunsch kann der Eingriff zwar rückgängig gemacht werden, wobei die Erfolgsraten der Refertilisierung bei etwa 50 bis 70 Prozent liegen. Die Refertilisierung ist ein aufwendigeres Verfahren unter Einsatz eines Op- Mikroskops.

 

Die Vasektomie gilt als zuverlässige, unkomplizierte Methode zur Erlangung einer Sterilität beim Mann bei abgeschlossener Familienplanung.

 

 

 

Von: Dr. Dieter Popp









« zurück


© conceptnet