Gegendarstellung zum Artikel "Shitstorm gegen Klinikchef?"

Das Regensburger Wochenblatt veröffentlichte am 12. Juli 2017 einen Artikel zu einem netzinternen Vorgang. Wir können nicht nachvollziehen, warum das Wochenblatt ein internes Rundschreiben veröffentlicht, ohne im Vorfeld weitere Informationen einzuholen. Der interne Aufruf zur Stellungnahme wurde inzwischen an den ärztlichen Kreisverband Regensburg, dem zuständigen Organ zur Berufsaufsicht, zur weiteren Abklärung übergeben. Der Vorstand sieht davon ab, eine Gegendarstellung im Wochenblatt zu veranlassen, nimmt aber dennoch hierzu wie folgt Stellung.

Christian Eckl schreibt im seinem redaktionellen Artikel: „Ein Schreiben, das datiert auf den 29. Juni […] ruft zum „Shitstorm“ gegen Grifka auf“.

Hierzu stellen wir fest: „In unserem internen Rundfax vom 29. Juni riefen wir nicht zu einem Shitstorm gegen Prof. Grifka auf. Im Kammerberufegesetz HKaG ist geregelt, dass ein Berufsaufsichtsverfahren nach §37 von Ärzten einzuleiten ist. Das Regensburger Ärztenetz e.V. kann als gemeinnütziger Verein dieses Rechtsmittel nicht einlegen. Deshalb haben wir unsere Mitglieder in einem internen Aufruf um persönliche Unterstützung des Berufsaufsichtsverfahrens gebeten.“

Weiterhin führt Herr Eckl aus: „Grifka hatte ja niemanden angegriffen, sondern nur aufgefordert, sich eine zweite Meinung einzuholen.“

Hierzu stellen wir fest: „Prof. Grifka konkretisierte im zitierten Zeitungsartikeln seine Kritik an „niedergelassenen Belegärzten“. Im Einzugsbereich des zitierten Printmediums gibt es nur eine einzige Praxis, die diese Struktur besitzt. Insofern ist die Kritik klar einer einzelnen Praxis zuzuordnen.“

Herr Eckl führt bezugnehmend auf unsere interne Umfrage aus: „ob seine Mitglieder auch finden, dass die Niedergelassenen nicht richtig diagnostizieren.“

Hierzu stellen wir fest: „Unsere interne Befragung bei Hausärzten zeigt, dass sich die von Prof. Grifka kritisierten Indikationsqualitäten und Zeitvorgaben bei den kritisierten Belegärzten nicht von Konsiliarärzten und von Klinikärzten unterscheiden. Im Gegensatz zu den Aussagen von Prof. Grifka erhielten wir von den teilnehmenden Hausärzten keine einzige Rückmeldung, dass sich Patienten zur Durchführung von Eingriffen unter Zeitdruck gesetzt führen würden – weder von Klinikärzten, noch von ambulant tätigen Ärzten.

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